08.05.2026
Der Ausbau der Bahnstrecke Cottbus–Görlitz ist eines der größten Zukunftsprojekte im Lausitzer Revier. Das milliardenschwere Projekt steht exemplarisch für den tiefgreifenden Strukturwandel einer Region, die jahrzehntelang vom Braunkohleabbau geprägt war, hin zu einem modernen und nachhaltigen Wirtschafts- und Verkehrsraum.
Im Fokus steht dabei die Aufwertung des Lausitzer Reviers zu einem zentralen Verkehrskorridor für den nationalen und internationalen Bahnverkehr. Es wird in Teilen durch das Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG) gefördert, welches darauf abzielt, wirtschaftliche Ungleichgewichte auszugleichen, neues Wachstum zu ermöglichen und ehemalige Braunkohlereviere auf ihrem Weg in eine postfossile Zukunft zu unterstützen. Als Teil des internationalen Korridors Berlin – Cottbus – Görlitz – Wroclaw zählt der Streckenausbau damit nicht nur zu den gegenwärtig bedeutendsten Infrastrukturprojekten Ostdeutschlands, sondern gilt zugleich als ein zentraler Baustein der nationalen Verkehrsstrategie – politisch anspruchsvoll, international relevant und ein wichtiger Hebel für die Verkehrswende.
Ziel
Ein Schlüsselprojekt für den Strukturwandel in der Lausitz
Ziel des Projekts ist es, das Streckennetz durch vollständige Elektrifizierung und den zweigleisigen Ausbau wesentlicher Abschnitte zu modernisieren. Auf diese Weise werden höhere Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h, dichtere Taktungen und deutlich mehr Kapazität im Personen- und Güterverkehr ermöglicht. Damit leistet das Großprojekt einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrswende, zum Klimaschutz und zur Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität zwischen Deutschland und Polen.


Umfang
Elektrifizierung auf 93 Kilometern in Sachsen und Brandenburg
Inklusion und Zugänglichkeit für alle ist ein zentraler Bestandteil der Verkehrswende. Deswegen liegt ein weiterer, großer Fokus im Projekt ABS Cottbus-Görlitz auf dem Ausbau der Barrierefreiheit an Bahnhöfen entlang der Strecke. In diesem Zuge werden bestehende Bahnsteige saniert und moderne Verkehrsstationen neu und weitgehend barrierefrei errichtet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt außerdem auf der umfassenden Sanierung und dem Ausbau des Bahnhofs Görlitz, der zu einem leistungsfähigen Verkehrsknoten entwickelt wird. Durch bauliche Anpassungen wird dort künftig auch die elektrische Einfahrt von Zügen aus Polen ermöglicht, was die grenzüberschreitende Anbindung maßgeblich verbessert und eine wichtige Netzlücke schließt.

Unsere Beteiligung im Projekt
Steuerung, Struktur und strategische Sicherheit durch ATYON
Unser Verantwortungsbereich umfasst dabei das durchgängige Projekt- und Terminmanagement, die Überwachung von Kosten, Zeitplänen und Zielen sowie ein umfassendes Risikomanagement, um mögliche Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Eine weitere, zentrale Aufgabe ist zudem das Schnittstellen- und Stakeholdermanagement, im Rahmen dessen wir die Zusammenarbeit zwischen allen Projektbeteiligten koordinieren und für einen reibungslosen Informationsfluss sorgen. Dazu gehören auch das Wissenstransfer- und Organisationsmanagement im gesamten Projektteam.
Mit unserer Expertise in der BIM-Projektabwicklung ermöglichen wir darüber hinaus eine effiziente digitale Planung, transparente Datenflüsse und eine hohe Ausführungsqualität. Ergänzt wird unser Aufgabenprofil durch die Qualitätssteuerung, das Vertrags- und Nachtragsmanagement sowie die Prüfung und Bewertung möglicher Bauablaufstörungen.
Durch unser Knowhow in der Abwicklung von Infrastrukturprojekten und unsere langjährige Erfahrung in der Projektsteuerung verbinden wir technische Kompetenz mit strategischer Planungssicherheit für die ABS Cottbus-Görlitz. So leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen, termingerechten und wirtschaftlichen Realisierung dieses Milliardenprojekts – und damit zur nachhaltigen Weiterentwicklung der gesamten Lausitz.





