26.10.2023
Die Energielandschaft verändert sich durch die Energiewende maßgeblich. Schon im Jahr 2030 sollen in Deutschland 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Zugleich fallen mit dem Ausstieg aus der Kernkraft und der Kohleverstromung die Erzeugung und der Verbrauch des Stroms räumlich immer weiter auseinander.
Dadurch erhöht sich der Transportbedarf im Stromnetz. Das stellt hohe Anforderungen an die vier Übertragungsnetzbetreiber, die in Deutschland die großen überregionalen Stromleitungen betreiben und im gesetzlichen Auftrag die Sicherheit der Stromversorgung gewährleisten. Amprion und TransnetBW sind zwei davon. Gemeinsam verantworten wir das Übertragungsnetz im Südwesten der Bundesrepublik.
Ziel
Zukunftsweisende Modernisierung
Damit leisten wir einen Beitrag zur Versorgungssicherheit in der Region, in Baden-Württemberg und über die Grenzen hinaus im europäischen Stromnetz. Durch die Steigerung der Leistungsfähigkeit des Netzknotens wachsen insbesondere das deutsche und das schweizerische Übertragungsnetz enger zusammen. Das Pumpspeicherkraftwerk Wehr, das maßgeblich zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit des Netzes beiträgt, wird noch effizienter in das Übertragungsnetz eingebunden. Durch die Neuordnung der Anbindung an das Stromnetz erhöhen wir nicht zuletzt auch die Sicherheit des Netzbetriebs.
Zusätzlich verbessern wir das Landschaftsbild für die Anwohnerinnen und Anwohner. Die besonders platzsparende Bauweise der neuen Anlagen erlaubt es uns zudem, die Leistungsfähigkeit des Netzknotens zu erhöhen, ohne die Anlagengrenzen zu überschreiten. Dadurch schonen wir auch Natur und Umwelt.


Umfang
Infrastruktur-Upgrade für Netzknoten
Außerhalb des Anlagengeländes gestalten wir die Leitungseinführungen in den Netzknoten neu. Das Ziel ist es, bisher überkreuzende Leitungsverläufe so zu entflechten, dass die Stromkreise möglichst geradlinig in die Anlage führen. So verursachen Reparaturen oder Ausfälle einzelner Stromkreise nicht mehr die Abschaltung weiterer Stromkreise.
Dadurch steigt die Sicherheit des Netzbetriebs. Zur Neuordnung der westlichen Netzeinführung werden fünf Strommasten neu gebaut, während neun bisherige Masten demontiert werden können. Die Leitungen rücken dadurch von der Wohnbebauung in Egg ab. Im Osten werden sieben bestehende durch sechs neue Masten ersetzt. Insgesamt kommen wir also in Zukunft mit fünf Strommasten weniger aus als bisher. Dadurch geben wir sensible Naturräume frei und schaffen ein optisch verbessertes Landschaftsbild für die im direkten Umfeld wohnenden Bürgerinnen und Bürger.





